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<title>Bewusstsein</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Bewusstsein</span></h1>
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<p><b>Bewusstsein</b> (abgeleitet von dem <a href="Mittelhochdeutsch" class="mw-redirect" title="Mittelhochdeutsch">mittelhochdeutschen</a> Wort <i>bewissen</i> im Sinne von „Wissen über etwas habend“,<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a></span> <span lang="la-Latn" style="font-style:italic">conscientia</span> „Mitwissen“ und <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Altgriechische_Sprache" title="Altgriechische Sprache">altgriechisch</a></span> <span lang="grc-Grek" class="Grek" style="font-style:normal">συνείδησις</span> <i>syneídēsis</i> „Miterscheinung“, „Mitbild“, „Mitwissen“, <span lang="grc-Grek" class="Grek">συναίσθησις</span> <i>synaísthēsis</i> „Mitwahrnehmung“, „Mitempfindung“ und <span lang="grc-Grek" class="Grek">φρόνησις</span> <i>phrónēsis</i> von <span lang="grc-Grek" class="Grek">φρονεῖν</span> <i>phroneín</i> „bei Sinnen sein, denken“) ist im weitesten Sinne die Summe der <a href="Geist" title="Geist">mentalen</a> Prozesse <a href="Empfindung" title="Empfindung">Empfindung</a> <i>(primärer <a href="Sinneseindruck" class="mw-redirect" title="Sinneseindruck">Sinneseindruck</a>),</i> <a href="Wahrnehmung" title="Wahrnehmung">Wahrnehmung</a> <i>(Informationsgewinnung und innere „Abbildung“)</i> sowie <a href="Erleben" title="Erleben">Erleben</a> <i>(<a href="Emotion" title="Emotion">emotionale</a> und <a href="Kognitiv" class="mw-redirect" title="Kognitiv">kognitive</a> Reaktion).</i> Eine allgemein gültige Definition des Begriffes ist aufgrund seines unterschiedlichen Gebrauchs mit verschiedenen Bedeutungen schwer möglich. Die naturwissenschaftliche Forschung beschäftigt sich mit definierbaren Eigenschaften bewussten Erlebens.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bedeutung_des_Begriffs">Bedeutung des Begriffs</h2></div>
<p>Das Wort „Bewusstsein“ wurde von <a href="Christian_Wolff_(Aufkl%C3%A4rer)" title="Christian Wolff (Aufklärer)">Christian Wolff</a> als <a href="Lehn%C3%BCbersetzung" title="Lehnübersetzung">Lehnübersetzung</a> des lateinischen <i>conscientia</i> geprägt.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das lateinische Wort hatte ursprünglich eher <a href="Gewissen" title="Gewissen">Gewissen</a> bedeutet und war zuerst von <a href="Ren%C3%A9_Descartes" title="René Descartes">René Descartes</a> in einem allgemeineren Sinn gebraucht worden.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Begriff <i>Bewusstsein</i> hat im Sprachgebrauch eine sehr vielfältige Bedeutung, die sich teilweise mit den Bedeutungen von <a href="Geist" title="Geist">Geist</a> und <a href="Seele" title="Seele">Seele</a> überschneidet. Im Gegensatz zu letzteren ist der Begriff <i>Bewusstsein</i> jedoch weniger von <a href="Theologie" title="Theologie">theologischen</a> und <a href="Dualismus_(Ontologie)" class="mw-redirect" title="Dualismus (Ontologie)">dualistisch</a>-<a href="Metaphysik" title="Metaphysik">metaphysischen</a> Gedanken bestimmt, weswegen er auch in den <a href="Naturwissenschaft" title="Naturwissenschaft">Naturwissenschaften</a> verwendet wird.
</p><p>Es erschwert viele Diskussionen, dass Bewusstsein grundsätzlich zwei Bedeutungen hat.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die erste ist, dass wir überhaupt etwas wahrnehmen und nicht bewusstlos sind. Die zweite, dass wir etwas bewusst wahrnehmen oder tun, also darüber nachdenken beim Wahrnehmen bzw. Tun. Weiterhin ist Bewusstsein keine binäre Eigenschaft, die man hat oder nicht hat. Es gibt Abstufungen, je nach Definition. <a href="Michio_Kaku" title="Michio Kaku">Michio Kaku</a> definiert es so: „Bewusstsein ist der Prozess, unter Verwendung zahlreicher <a href="R%C3%BCckkopplung" title="Rückkopplung">Rückkopplungsschleifen</a> bezüglich verschiedener Parameter (z.&nbsp;B. Temperatur, Raum, Zeit und in Relation zueinander) ein Modell der Welt zu erschaffen, um ein Ziel zu erreichen.“ Er unterscheidet 4 Stufen des Bewusstseins, von Pflanzen bis zum Menschen – abhängig von der von Stufe 0 bis Stufe 3 ansteigenden Zahl der Rückkopplungsschleifen.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Man unterscheidet heute in der <a href="Philosophie" title="Philosophie">Philosophie</a> und Naturwissenschaft verschiedene Aspekte und Entwicklungsstufen:
</p>
<ol><li><i>Bewusstsein als <a href="Leben" title="Leben">„belebt-sein“</a> oder als <a href="Seele" title="Seele">„beseelt-sein“</a></i> in verschiedenen <a href="Religion" title="Religion">Religionen</a> oder als die unbegrenzte <a href="Wirklichkeit" title="Wirklichkeit">Wirklichkeit</a> in <a href="Mystik" title="Mystik">mystischen</a> Strömungen.</li>
<li><i>Bei Bewusstsein sein</i>: Hier ist der wachbewusste Zustand von <a href="Lebewesen" title="Lebewesen">Lebewesen</a> gemeint, der sich unter anderem vom <a href="Schlaf" title="Schlaf">Schlaf</a>­zustand, der <a href="Bewusstlosigkeit" class="mw-redirect" title="Bewusstlosigkeit">Bewusstlosigkeit</a> und anderen <a href="Bewusstseinszustand" title="Bewusstseinszustand">Bewusstseinszuständen</a> abgrenzt. In diesem Sinn lässt sich Bewusstsein empirisch und objektiv beschreiben und teilweise eingrenzen. Viele wissenschaftliche Forschungen setzten hier an; insbesondere mit der Fragestellung, auf welche Weise <a href="Gehirn" title="Gehirn">Gehirn</a> und Bewusstsein zusammenhängen.</li>
<li><i>Bewusstsein als phänomenales Bewusstsein</i>: Ein Lebewesen, das phänomenales Bewusstsein besitzt, nimmt nicht nur Reize auf, sondern erlebt sie auch. In diesem Sinne hat man phänomenales Bewusstsein, wenn man etwa <a href="Schmerz" title="Schmerz">Schmerzen</a> hat, sich freut, <a href="Farbe" title="Farbe">Farben</a> wahrnimmt oder friert. Im Allgemeinen wird angenommen, dass Tiere mit hinreichend komplexer Gehirnstruktur ein solches Bewusstsein haben. Phänomenales Bewusstsein wurde in der <a href="Philosophie_des_Geistes" title="Philosophie des Geistes">Philosophie des Geistes</a> als <a href="Qualia" title="Qualia">Qualia</a>­problem thematisiert.</li>
<li><i>Zugriffsbewusstsein:</i> Ein Lebewesen, das Zugriffsbewusstsein besitzt, hat Kontrolle über seine Gedanken, kann Entscheidungen treffen und koordiniert handeln.</li>
<li><i>Bewusstsein als gedankliches Bewusstsein</i>: Ein Lebewesen, das gedankliches Bewusstsein besitzt, hat <a href="Gedanke" title="Gedanke">Gedanken</a>. Wer also etwa denkt, sich erinnert, plant und erwartet, dass etwas der Fall ist, hat ein solches Bewusstsein. In der Philosophie des Geistes wurde es als <a href="Intentionalit%C3%A4t" title="Intentionalität">Intentionalitäts</a>­problem thematisiert.</li>
<li><i>Bewusstsein des Selbst</i>: <a href="Selbstbewusstsein" title="Selbstbewusstsein">Selbstbewusstsein</a> in diesem Sinne haben Lebewesen, die nicht nur phänomenales und gedankliches Bewusstsein haben, sondern auch wissen, dass sie ein solches Bewusstsein haben.</li>
<li><i>Individualitätsbewusstsein</i> besitzt, wer sich seiner selbst und darüber hinaus seiner Einzigartigkeit als Lebewesen bewusst ist und die Andersartigkeit anderer Lebewesen wahrnimmt. Man trifft es beim Menschen und andeutungsweise im Verhalten einiger anderer Säugetierarten an.</li></ol>
<p>Die Verwendung des Begriffes Bewusstsein ist in der Regel auf eine dieser Bedeutungen und damit auf eine Eingrenzung angewiesen. Auch drücken sich in den verschiedenen Verwendungsweisen oft unterschiedliche <a href="Weltanschauung" title="Weltanschauung">Weltanschauungen</a> aus. Eine Studie vom August 2024 zählt etwa 200 unterschiedliche Erklärungsansätze für den Begriff.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bewusstsein_in_der_Philosophie">Bewusstsein in der Philosophie</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bewusstsein_als_Rätsel"><span id="Bewusstsein_als_R.C3.A4tsel"></span>Bewusstsein als Rätsel</h3></div>
<p>In einem <a href="Materialismus" title="Materialismus">materialistischen</a> Weltbild entsteht das Rätsel des Bewusstseins anhand der Frage, wie es prinzipiell möglich sein kann, dass aus einer bestimmten Anordnung und <a href="Bewegung_(Physik)" title="Bewegung (Physik)">Dynamik</a> von <a href="Materie_(Philosophie)" title="Materie (Philosophie)">Materie</a> die Vorstellung von Bewusstsein entsteht.
</p><p>In einem nicht-materialistischen Weltbild kann aus dem Wissen über die physikalischen Eigenschaften eines Systems keine Aussage über das Bewusstsein abgeleitet werden. Hier wird angenommen: Auch wenn zwei verschiedene Lebewesen A und B sich in exakt dem gleichen neurophysiologisch funktionalen Zustand befänden (der Naturwissenschaftlern komplett bekannt sei), könne A bewusst sein, während B es nicht sei. Die theoretische Möglichkeit eines solchen „<a href="Zombie#Motiv_des_Zombies_in_der_Philosophie" title="Zombie">Zombies</a>“ ist unter Philosophen höchst umstritten.
</p><p>Philosophischen Gedankenexperimenten zufolge könne ein Mensch genauso funktionieren, wie er es jetzt tut, ohne dass er es bewusst erlebe (→&nbsp;<a href="Philosophischer_Zombie" title="Philosophischer Zombie">Philosophischer Zombie</a>). Genauso könne eine Maschine sich genauso verhalten wie ein Mensch, ohne dass man ihr Bewusstsein zuschreiben würde (→&nbsp;<a href="Chinesisches_Zimmer" title="Chinesisches Zimmer">Chinesisches Zimmer</a>). Die Vorstellbarkeit dieser Situationen lege offen, dass das Phänomen des Bewusstseins aus naturwissenschaftlicher Sicht noch nicht verstanden sei. Und schließlich scheine es anders als bei anderen Problemen ungeklärt, anhand welcher Kriterien eine Lösung des Problems überhaupt als solche erkennbar sein könnte.
</p>

<p>In der Philosophie war das Rätsel des Bewusstseins schon lange bekannt. Es geriet aber in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts unter dem Einfluss des <a href="Behaviorismus" title="Behaviorismus">Behaviorismus</a> und der Kritik von <a href="Edmund_Husserl" title="Edmund Husserl">Edmund Husserl</a> am <a href="Philosophie_des_19._Jahrhunderts#Psychologismus" title="Philosophie des 19. Jahrhunderts">Psychologismus</a> weitgehend in Vergessenheit. Dies änderte sich nicht zuletzt durch <a href="Thomas_Nagel_(Philosoph)" title="Thomas Nagel (Philosoph)">Thomas Nagels</a> 1974 veröffentlichten Aufsatz <i>What is it like to be a bat? (Wie ist es, eine Fledermaus zu sein?)</i>. Nagel argumentierte, dass wir nie erfahren würden, wie es sich anfühlt, eine <a href="Fledermaus" class="mw-redirect" title="Fledermaus">Fledermaus</a> zu sein. Diese subjektiven Vorstellungen seien aus der Außenperspektive der Naturwissenschaften nicht erforschbar. Heute teilen manche Philosophen die Rätselthese – etwa <a href="David_Chalmers" title="David Chalmers">David Chalmers</a>, <a href="Frank_Cameron_Jackson" title="Frank Cameron Jackson">Frank Jackson</a>, <a href="Joseph_Levine" title="Joseph Levine">Joseph Levine</a> und <a href="Peter_Bieri" title="Peter Bieri">Peter Bieri</a>, während andere hier kein Rätsel erkennen – etwa <a href="Patricia_Churchland" title="Patricia Churchland">Patricia Churchland</a>, <a href="Paul_Churchland" title="Paul Churchland">Paul Churchland</a> und <a href="Daniel_Dennett" title="Daniel Dennett">Daniel Dennett</a>.
</p><p>Für die Vertreter der Rätselhaftigkeit des Bewusstseins äußert sich diese in zwei verschiedenen Aspekten: <i>Zum einen</i> hätten <a href="Bewusstseinszustand" title="Bewusstseinszustand">Bewusstseinszustände</a> einen <a href="Erlebnis" title="Erlebnis">Erlebnis</a>­gehalt, und es sei nicht klar, wie das Gehirn <a href="Erleben" title="Erleben">Erleben</a> produzieren könne. Dies sei das Qualiaproblem.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <i>Zum anderen</i> könnten sich <a href="Gedanken" class="mw-redirect" title="Gedanken">Gedanken</a> auf empirische Sachverhalte beziehen und seien deshalb wahr oder falsch. Es sei aber nicht klar, wie das Gehirn Gedanken mit solchen Eigenschaften erzeugen könne. Das sei das <a href="Intentionalit%C3%A4t" title="Intentionalität">Intentionalitäts</a>­problem.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Das_Qualiaproblem">Das Qualiaproblem</h3></div>
<p><a href="Qualia" title="Qualia">Qualia</a> seien Erlebnisgehalte von mentalen Zuständen. Man spricht auch von Qualia als dem „phänomenalen Bewusstsein“. Das Qualiaproblem bestehe darin, dass es keine einsichtige Verbindung zwischen neuronalen Zuständen und Qualia gebe: Warum erleben wir überhaupt etwas, wenn bestimmte neuronale Prozesse im Gehirn ablaufen? Ein Beispiel: Wenn man sich die Finger verbrenne, würden Reize zum Gehirn geleitet, dort verarbeitet und schließlich ein Verhalten produziert. Nichts aber mache es zwingend, dass dabei ein Schmerzerlebnis entstehe.
</p><p>Die zum Teil unbekannte Verbindung zwischen den neuronalen Prozessen und den angenommenen Qualia scheine fatal für die naturwissenschaftliche Erklärbarkeit von Bewusstsein zu sein: Wir hätten nämlich nur dann ein Phänomen naturwissenschaftlich erklärt, wenn wir auch seine Eigenschaften erklärt haben. Ein Beispiel: Wasser hat die Eigenschaften bei <a href="Raumtemperatur" title="Raumtemperatur">Raumtemperatur</a> und normalem <a href="Luftdruck" title="Luftdruck">Luftdruck</a> flüssig zu sein, bei 100&nbsp;°C zu kochen usw. Wenn man einfach nicht erklären könnte, warum Wasser normalerweise flüssig ist, so gäbe es ein „Rätsel des Wassers“. Analog dazu: Wir hätten einen Bewusstseinszustand genau dann erklärt, wenn Folgendes gelte: Aus der wissenschaftlichen Beschreibung folgen alle Eigenschaften des Bewusstseinszustands – also auch die Qualia. Da die Qualia aber eben aus keiner naturwissenschaftlichen Beschreibung folgten, blieben sie ein „Rätsel des Bewusstseins“.
</p><p>Es gebe viele verschiedene Möglichkeiten, auf das Qualiaproblem zu reagieren:
</p>
<ol><li>Man könne sich auf einen <a href="Dualismus_(Ontologie)" class="mw-redirect" title="Dualismus (Ontologie)">Dualismus</a> zurückziehen und behaupten: Die Naturwissenschaften könnten das Bewusstsein nicht erklären, weil das Bewusstsein nicht materiell sei.</li>
<li>Man könne behaupten, dass mit den neuro- und kognitionswissenschaftlichen Beschreibungen schon alle Fragen geklärt seien.</li>
<li>Man könne behaupten, dass das Problem für Menschen nicht lösbar sei, da es ihre kognitiven Fähigkeiten übersteige.</li>
<li>Man könne zugeben, dass das Qualiaproblem nicht gelöst sei, aber auf den wissenschaftlichen <a href="Fortschritt" title="Fortschritt">Fortschritt</a> hoffen. Vielleicht bedürfe es einer neuen wissenschaftlichen Revolution.</li>
<li>Man könne einen radikalen Schritt versuchen und behaupten: In Wirklichkeit gebe es gar keine Qualia.</li>
<li>Man könne umgekehrt die Gegenposition einnehmen und behaupten: Jedem Zustand eines physischen Systems entspreche ein Quale oder ein Satz von Qualia (<a href="Panpsychismus" title="Panpsychismus">Panpsychismus</a>).</li></ol>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Das_Intentionalitätsproblem"><span id="Das_Intentionalit.C3.A4tsproblem"></span>Das Intentionalitätsproblem</h3></div>

<p>Die Annahme des Intentionalitätsproblems ist analog der Annahme des Qualiaproblems. Die grundlegende argumentative Struktur ist die gleiche. Auf <a href="Franz_Brentano" title="Franz Brentano">Franz Brentano</a> und seine <a href="Aktpsychologie" title="Aktpsychologie">Aktpsychologie</a> geht die Ansicht zurück, dass die meisten <a href="Bewusstseinszustand" title="Bewusstseinszustand">Bewusstseinszustände</a> nicht nur einen Erlebnisgehalt hätten, sondern auch einen Absichtsgehalt. Das heißt, dass sie sich auf ein Handlungsziel beziehen. Ausnahmen seien <a href="Stimmung_(Psychologie)" title="Stimmung (Psychologie)">Grundstimmungen</a> wie Langeweile, Grundhaltungen wie Optimismus und etwa nach <a href="Hans_Blumenberg" title="Hans Blumenberg">Hans Blumenberg</a> auch Formen der Angst.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Beim Intentionalitätsproblem werden ähnliche Lösungsvorschläge vertreten wie beim Qualiaproblem. Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten. Man kann nämlich auch versuchen zu erklären, wann sich eine neuronale Aktivität auf etwas (etwa X) bezieht. Drei Vorschläge sind:
</p>
<ol><li><a href="Jerry_Fodor" title="Jerry Fodor">Jerry Fodor</a> meint, dass sich ein neuronaler Prozess genau dann auf X bezieht, wenn er in einer bestimmten kausalen Relation zu X steht.</li>
<li><a href="Fred_Dretske" title="Fred Dretske">Fred Dretske</a> meint, dass sich ein neuronaler Prozess genau dann auf X bezieht, wenn er ein verlässlicher Indikator für X ist.</li>
<li><a href="Ruth_Millikan" title="Ruth Millikan">Ruth Millikan</a> meint, dass sich ein neuronaler Prozess genau dann auf X bezieht, wenn es die evolutionäre Funktion des Prozesses ist, X anzuzeigen.</li></ol>
<p>Manche Philosophen, etwa <a href="Hilary_Putnam" title="Hilary Putnam">Hilary Putnam</a> und <a href="John_Searle" title="John Searle">John Searle</a>, halten Intentionalität für naturwissenschaftlich nicht erklärbar.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Innenperspektive_und_Außenperspektive"><span id="Innenperspektive_und_Au.C3.9Fenperspektive"></span>Innenperspektive und Außenperspektive</h3></div>
<p>Es wird oft zwischen zwei Zugängen zum Bewusstsein unterschieden. Zum einen gebe es eine unmittelbare und nicht-<a href="Symbol" title="Symbol">symbolische</a> Erfahrung des Bewusstseins, auch <a href="Selbstbeobachtung" title="Selbstbeobachtung">Selbstbeobachtung</a> genannt. Zum anderen beschreibe man Bewusstseinsphänomene aus der Außenperspektive der Naturwissenschaften. Eine Unterscheidung zwischen der unmittelbaren und der symbolisch vermittelten Betrachtungsweise wird von vielen Philosophen nachvollzogen, auch wenn einige Theoretiker und Theologen eine scharfe Kritik an der Konzeption des unmittelbaren und privaten Inneren geübt haben. <a href="Baruch_Spinoza" class="mw-redirect" title="Baruch Spinoza">Baruch Spinoza</a> etwa nennt die unmittelbare, nicht-symbolische Betrachtung „<a href="Intuition" title="Intuition">Intuition</a>“ und die Fähigkeit zur symbolischen Beschreibung „<a href="Intellekt" title="Intellekt">Intellekt</a>“.
</p><p>Es wird manchmal behauptet, dass die Ebene der unmittelbaren Bewusstseinserfahrung für die Erkenntnis der Wirklichkeit die eigentlich entscheidende sei. Nur in ihr sei der Kern des Bewusstseins, das <i>subjektive</i> Erleben, zugänglich. Da diese Ebene allerdings nicht direkt durch eine <i>objektive</i> Beschreibung zugänglich sei, seien auch den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen auf dem Gebiet des Bewusstseins Grenzen gesetzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Dualismus,_Materialismus_und_Emergenztheorien_des_Bewusstseins"><span id="Dualismus.2C_Materialismus_und_Emergenztheorien_des_Bewusstseins"></span>Dualismus, Materialismus und Emergenztheorien des Bewusstseins</h3></div>
<p>Die aufs Bewusstsein bezogenen antimaterialistischen Argumente basieren meist auf den oben diskutierten Konzepten Qualia und Intentionalität. Die argumentative Struktur ist dabei folgende: Wenn der Materialismus wahr sei, dann müssten Qualia und Intentionalität <a href="Reduktionismus" title="Reduktionismus">reduktiv</a> erklärbar sein. Sie seien aber nicht reduktiv erklärbar. Also sei der Materialismus falsch. In der philosophischen Debatte wird die Argumentation allerdings komplexer. Ein bekanntes Argument stammt etwa von <a href="Frank_Cameron_Jackson" title="Frank Cameron Jackson">Frank Cameron Jackson</a>. In einem <a href="Gedankenexperiment" title="Gedankenexperiment">Gedankenexperiment</a> gibt es die Superwissenschaftlerin <a href="Mary_(Gedankenexperiment)" title="Mary (Gedankenexperiment)">Mary</a>, die in einem schwarz-weißen Labor aufwächst und lebt. Sie hat noch nie <a href="Farbe" title="Farbe">Farben</a> gesehen und weiß daher nicht, wie Farben aussehen. Sie kennt aber alle physikalischen Fakten über Farbensehen. Da sie aber nicht alle Fakten über Farben kenne (sie wisse nicht, wie sie aussehen), gebe es nicht-physikalische Fakten. Jackson schließt daraus, dass es nicht-physische Fakten gebe und der Materialismus falsch sei. Gegen dieses Argument sind verschiedene materialistische Erwiderungen vorgebracht worden (vgl. <a href="Qualia#Das_Mary-Gedankenexperiment" title="Qualia">Qualia</a>).
</p><p>Gegen derartige dualistische Argumente sind zahlreiche materialistische <a href="Rhetorik" title="Rhetorik">Repliken</a> entwickelt worden. Sie beruhen auf den oben beschriebenen Möglichkeiten, auf die Konzepte von Qualia und Intentionalität zu reagieren. Es existiert daher eine Vielzahl von materialistischen <a href="Vorstellung" title="Vorstellung">Vorstellungen</a> vom Bewusstsein. <a href="Funktionalismus_(Philosophie)" title="Funktionalismus (Philosophie)">Funktionalisten</a> wie <a href="Jerry_Fodor" title="Jerry Fodor">Jerry Fodor</a> und der frühe <a href="Hilary_Putnam" title="Hilary Putnam">Hilary Putnam</a> wollten das Bewusstsein in Analogie zum Computer durch eine abstrakte, interne Systemstruktur erklären. <a href="Identit%C3%A4tstheorie_(Philosophie_des_Geistes)" title="Identitätstheorie (Philosophie des Geistes)">Identitätstheoretiker</a> wie <a href="Ullin_Place" title="Ullin Place">Ullin Place</a> und <a href="John_Jamieson_Carswell_Smart" title="John Jamieson Carswell Smart">John Smart</a> wollten Bewusstsein direkt auf Gehirnprozesse zurückführen, während <a href="Eliminativer_Materialismus" title="Eliminativer Materialismus">eliminative Materialisten</a> wie <a href="Patricia_Churchland" title="Patricia Churchland">Patricia</a> und <a href="Paul_Churchland" title="Paul Churchland">Paul Churchland</a> Bewusstsein als gänzlich unbrauchbaren Begriff einstufen.
</p><p>Eine dritte Variante sind <a href="Emergenz" title="Emergenz">Emergenz</a>theorien des Mentalen. Bewusstsein beruht demnach auf dem hochkomplexen Zusammenspiel materieller Strukturen, die evolutionär gewachsen sind. Das Mentale ist aber nicht reduzierbar auf physikalische Prozesse, es beruht auf Emergenz und <a href="Supervenienz" title="Supervenienz">Supervenienz</a>. Die Eigenschaften des Mentalen sind nicht durch die Einzelteile erklärbar, sondern nur durch das Zusammenspiel hochkomplexer dynamischer Strukturen.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach Antonio Damasio sind diese hochkomplexen Strukturen nicht nur das Gehirn, sondern der gesamte Körper, der zu <a href="Emotion" title="Emotion">Emotionen</a> und Bewusstsein führt.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Detailliertere Beschreibungen finden sich im Artikel <a href="Philosophie_des_Geistes" title="Philosophie des Geistes">Philosophie des Geistes</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bewusstsein_in_den_Wissenschaften">Bewusstsein in den Wissenschaften</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Überblick"><span id=".C3.9Cberblick"></span>Überblick</h3></div>
<p>Die Kognitionswissenschaft erweitert die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Neben Psychologie und den Neurowissenschaften kommen <a href="Informatik" title="Informatik">Informatik</a>, <a href="K%C3%BCnstliche_Intelligenz" title="Künstliche Intelligenz">künstliche Intelligenz</a>, <a href="Allgemeine_Linguistik" title="Allgemeine Linguistik">Linguistik</a>, <a href="Philosophie" title="Philosophie">Philosophie</a>, <a href="Anthropologie" title="Anthropologie">Anthropologie</a> und <a href="Soziologie" title="Soziologie">Soziologie</a> dazu. <a href="Kognition" title="Kognition">Kognition</a> ist nicht auf den Menschen beschränkt, auch höher entwickelte Tiere haben kognitive Fähigkeiten.
</p><p>Das Gehirn arbeitet nicht wie ein Computer. Bei jeder Erfahrung, bei jedem starken Gefühl und insbesondere bei Lernen wird die Struktur des Gehirns verändert. Die <a href="Synapse" title="Synapse">Synapsen</a> werden verstärkt oder vermindert und es entstehen neue Synapsen. Dieser Mechanismus wurde im kleinen Maßstab nachgebaut, man nennt dies <a href="K%C3%BCnstliches_neuronales_Netz" title="Künstliches neuronales Netz">künstliche neuronale Netzwerke</a>. Dies ist ein Arbeitsgebiet der <a href="K%C3%BCnstliche_Intelligenz" title="Künstliche Intelligenz">künstlichen Intelligenz</a>.
</p><p>An der Erforschung des Bewusstseins sind viele Einzelwissenschaften beteiligt, da es eine große Anzahl verschiedener, <a href="Empirisch" class="mw-redirect" title="Empirisch">empirisch</a> beschreibbarer <a href="Ph%C3%A4nomen" title="Phänomen">Phänomene</a> gibt. Ob und in welchem Maße die Naturwissenschaften damit zu einer Klärung der in der Philosophie diskutierten Probleme <a href="Qualia" title="Qualia">Qualia</a> und <a href="Intentionalit%C3%A4t" title="Intentionalität">Intentionalität</a> beitragen, gilt als umstritten.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Neurowissenschaften">Neurowissenschaften</h3></div>
<p>Experimente und theoretische Überlegungen führten zu der Erkenntnis, dass das Gehirn auf Informationen in Form <i>verteilter</i> <a href="Repr%C3%A4sentation_(Neurowissenschaft)" title="Repräsentation (Neurowissenschaft)">Repräsentationen</a> zugreifen muss. Wie kommt es nun zu einer korrekten Verknüpfung der Informationen und zu einer einheitlichen Wahrnehmung? Diese Frage bezeichnet man als „Bindungsproblem“. Der <a href="Neuroinformatik" title="Neuroinformatik">Neuroinformatiker</a> <a href="Christoph_von_der_Malsburg" title="Christoph von der Malsburg">Christoph von der Malsburg</a> entwickelte Anfang der 1980er Jahre einen Lösungsvorschlag für das Bindungsproblem: Das Gehirn könne die Merkmale verknüpfen, indem die repräsentierenden Neuronen durch <a href="Synchronizit%C3%A4t" title="Synchronizität">synchrones</a> Feuern einen vorübergehenden Verbund bildeten.<sup id="cite_ref-PMID7488855_12-0" class="reference"><a href="#cite_note-PMID7488855-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Hypothese erregte einige Jahre später internationale Aufmerksamkeit, nachdem die Forschergruppe um <a href="Wolf_Singer" title="Wolf Singer">Wolf Singer</a> sie experimentell hatte stützen können.<sup id="cite_ref-PMID7605074_13-0" class="reference"><a href="#cite_note-PMID7605074-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Da mit dem Phänomen des synchronen Feuerns das Entstehen einheitlicher Wahrnehmung erklärt werden sollte, lag es nahe, es auch für bewusstes Erleben in Betracht zu ziehen.<sup id="cite_ref-PMID12563280_14-0" class="reference"><a href="#cite_note-PMID12563280-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Annahme konnte auch experimentell bestätigt werden.<sup id="cite_ref-PMID10377353_15-0" class="reference"><a href="#cite_note-PMID10377353-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Verschwinden und die Wiederkehr bewussten Erlebens während des <a href="Schlaf" title="Schlaf">Schlafs</a> und der <a href="Narkose" title="Narkose">Narkose</a> bieten besondere Einsichten in die neurophysiologischen Bedingungen bewusster Zustände.<sup id="cite_ref-PMID33857967_16-0" class="reference"><a href="#cite_note-PMID33857967-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei zeigte sich, dass es nicht einige wenige, sondern eine Vielzahl von Stellen im Gehirn gibt, die bei einer Narkose an der Auslösung von Bewusstlosigkeit beteiligt sein können. Der Prozess ist abhängig vom Narkosemittel, seiner Dosierung, vom Alter und vom Zustand des Patienten.
</p><p>Nur ein kleiner Teil der Gehirnregionen, die durch Narkosen beeinflusst werden, sind auch an Schlaf und Aufwachen beteiligt. Die Wirkung der Narkosemittel erfolgt zwar primär biochemisch an den Membranen der Nervenzellen, im Endeffekt ist sie jedoch elektrophysiologisch durch eine massive Änderung der <a href="Elektroenzephalografie" title="Elektroenzephalografie">EEG</a>-Wellen. Hierdurch werden die natürlichen <a href="Oszillator" title="Oszillator">oszillatorischen</a> Verbindungen (<a href="Konnektom" title="Konnektom">Konnektivität</a>) im Gehirn an entscheidenden Stellen unterbrochen, mit der Folge des Zusammenbruchs der Integration von Information, die für bewusstes Erleben notwendig ist.
</p>

<p>Ein viel zitiertes Beispiel für die Wirkungsweise von Narkosemitteln ist <a href="Propofol" title="Propofol">Propofol</a>. Es verstärkt die Hemmung von Nervensignalen an <a href="GABA-Rezeptor" title="GABA-Rezeptor">GABA<sub>A</sub></a>-Rezeptoren.
Dadurch entsteht eine Verschiebung der Stärke der EEG-<a href="Alphawellen" class="mw-redirect" title="Alphawellen">Alphawellen</a> vom hinteren zum vorderen <a href="Gro%C3%9Fhirnrinde" title="Großhirnrinde">Cortex</a>.<sup id="cite_ref-s531_17-0" class="reference"><a href="#cite_note-s531-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-PMID33857967_16-1" class="reference"><a href="#cite_note-PMID33857967-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Außerdem ist der Übergang zum Bewusstseinsverlust begleitet von einer funktionellen Fragmentierung von Gehirnprozessen.<sup id="cite_ref-i776_18-0" class="reference"><a href="#cite_note-i776-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-PMID23144217_19-0" class="reference"><a href="#cite_note-PMID23144217-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-PMID29409683_20-0" class="reference"><a href="#cite_note-PMID29409683-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aufgrund dieser Zusammenhänge wurde bereits 2011 in einer einflussreichen Übersichtsarbeit die Auffassung vertreten, dass der Status der Narkose weniger geheimnisvoll sei als allgemein geglaubt werde.<sup id="cite_ref-PMID21513454_21-0" class="reference"><a href="#cite_note-PMID21513454-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Psychologie">Psychologie</h3></div>
<p>Das Bewusstsein ist ein zentraler <a href="Begriff" title="Begriff">Begriff</a> für die <a href="Psychologie" title="Psychologie">Psychologie</a>. Es ist einerseits <i>die Gesamtheit der Erlebnisse, d.&nbsp;h. der erlebten psychischen Zustände und Aktivitäten (Vorstellungen, Gefühle usw.)</i> und zum anderen <i>das Bewusst-Sein als besondere Art des unmittelbaren Gewahrseins dieser Erlebnisse, die man auch als innere Erfahrung bezeichnet.</i><sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das phänomenale Bewusstsein und das Zugriffsbewusstsein sind von größter Bedeutung, da die beiden Phänomene das <a href="Wahrnehmung" title="Wahrnehmung">Wahrnehmen</a>, <a href="Denken" title="Denken">Denken</a> und <a href="Entscheidung" title="Entscheidung">Entscheiden</a> umfassen. Außerdem ist die Unterscheidung von Bewusstem und <a href="Das_Unbewusste" title="Das Unbewusste">Unbewusstem</a> wichtig, das in der psychoanalytischen Terminologie Inhalte bezeichnet, die dem Bewusstsein nicht zugänglich sind. Beides sind in der <a href="Kognitionspsychologie" title="Kognitionspsychologie">kognitiven Psychologie</a> <i>Pole des Wissensstandes über Vorhandenes und dessen Mitteilbarkeit</i> wo <i>viele Klarheitsgrade, die im Zusammenhang mit Absicht (Handlungsentwurf), Konzentration, kritischem Selbstbezug, Wachheit, Vorerfahrungen, Einordnungs-, Unterscheidungsfähigkeit und Affektstrebungen. Bewusstsein</i> stehen.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Es gibt einige psychologische Ansätze, die einen Beitrag zur Bewusstseinsforschung liefern:
</p>
<ol><li><i><a href="Informationsverarbeitungsparadigma" title="Informationsverarbeitungsparadigma">Informationsverarbeitungsansatz</a>:</i> Dieser begreift den Menschen als informationsverarbeitendes System, das heißt, der Mensch nimmt Informationen aus seiner Umwelt auf, verarbeitet diese und zeigt danach ein bestimmtes Verhalten. Das Bewusstsein wird mit einem bestimmten Verarbeitungsmechanismus identifiziert. Im Informationsverarbeitungsansatz werden die mentalen Vorgänge aus einer Außenperspektive betrachtet. Das Bewusstsein ist jedoch abhängig vom jeweiligen Subjekt und besteht in der Innenperspektive. Man muss daher kritisch betrachten, ob der objektive Ansatz das subjektive Erleben erklären kann.<sup id="cite_ref-:0_24-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i><a href="Baddeleys_Arbeitsged%C3%A4chtnismodell" title="Baddeleys Arbeitsgedächtnismodell">Arbeitsgedächtnismodell</a> (Baddeley):</i> Dieses Modell geht davon aus, dass es im menschlichen Gehirn einen Kurzzeitspeicher und ein übergeordnetes Kontrollsystem gibt, welches als zentrale Exekutive bezeichnet wird. Das Zugriffsbewusstsein sei die Funktion der zentralen Exekutive. Phänomenales Bewusstsein kann man nicht mit dem Inhalt des Kurzzeitspeichers gleichsetzen. In diesem können bis zu 7 <a href="Chunking" title="Chunking">chunks</a> aufrechterhalten und kurzfristig gespeichert werden, aber nur 3 chunks können einem Menschen phänomenal bewusst sein. Phänomenales Bewusstsein entsteht im Zusammenspiel mit der <a href="Aufmerksamkeit" title="Aufmerksamkeit">selektiven Aufmerksamkeit</a>. Nur diejenigen Informationen im Kurzzeitgedächtnis, auf welche die Aufmerksamkeit gelenkt wird, werden einem Menschen auch phänomenal bewusst.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i><a href="Spatial-Cueing-Paradigma" title="Spatial-Cueing-Paradigma">Modell der kontrollierten Prozesse</a> (Snyder und Posner):</i> Das Modell unterscheidet <a href="Kontrolle" title="Kontrolle">kontrollierte</a> Prozesse von <a href="Automatisch" class="mw-redirect" title="Automatisch">automatischen</a> Prozessen. Automatische Prozesse sind unbewusst, schnell, nicht intentional und interferieren nicht mit anderen Prozessen, während kontrollierte Prozesse bewusst, langsam, intentional und in ihrer Kapazität beschränkt sind. Ein Zugriffsbewusstsein gibt es dann, wenn ein Prozess kontrolliert abläuft. Auch automatische Prozesse unterliegen einer <a href="Kognition" title="Kognition">kognitiven</a> Kontrolle; diese Kontrolle erfolgt aber vor dem eigentlichen Prozess und unterscheidet sich daher von kontrollierten Prozessen.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>DICE </i>(dissociable interactions and conscious experience)<i>-Modell (Schacter):</i> Bei diesem Modell unterscheidet man explizite, bewusste von impliziten, unbewussten Gedächtnisphänomenen. Der Name des Modells kommt dadurch zustande, dass Schacter davon ausgeht, dass es eine <a href="Dissoziation_(Psychologie)" title="Dissoziation (Psychologie)">Dissoziation</a> zwischen bewusstem Erleben und der Verhaltenswirksamkeit gibt. In Schacters Modell wird <a href="Wissen" title="Wissen">prozedurales Wissen</a>, welches das Verhalten beeinflusst phänomenal unbewusst erlangt, das deklarative Faktenwissen wird bewusst gelernt. Schacter glaubt, dass es im menschlichen Gehirn ein CAS (<i>conscious awareness system</i>) gibt, welches mit allen Verarbeitungsmodulen verbunden ist und daher mit einer globalen Datenbasis verglichen werden kann. Das CAS beinhaltet außerdem die bewussten Erfahrungen. Phänomenales Bewusstsein entsteht demzufolge nur, wenn der Gedächtnisinhalt eines Verarbeitungsmoduls das CAS aktiviert. Das phänomenale Bewusstsein ist zudem eine Voraussetzung für das Zugriffsbewusstsein. Nur wenn Gedächtnisinhalte phänomenal bewusst waren, kann das exekutive System aktiviert werden.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die Theorie der somatischen Marker (<i>Damasio</i>): Emotionen und Gefühle haben einen direkten Einfluss auf Entscheidungen. Details sind unter <a href="Hypothese_der_somatischen_Marker" title="Hypothese der somatischen Marker">Hypothese der somatischen Marker</a> beschrieben.</li></ol>
<p>An den psychologischen Ansätzen lässt sich kritisieren, dass sie nicht beantworten, durch welche Mechanismen bzw. Prozesse im Gehirn das phänomenale Bewusstsein entsteht. Diese Kritik gilt allen Ansätzen, die phänomenales Bewusstsein als Vorliegen einer <a href="Mentale_Repr%C3%A4sentation" class="mw-redirect" title="Mentale Repräsentation">mentalen Repräsentation</a> in einem bestimmten System beschreiben. Die Psychologie hat bis heute keine <a href="Theorie" title="Theorie">Theorie</a>, die erklären kann, wie und warum phänomenales Bewusstsein mit mentalen Repräsentationen zusammenhängt.<sup id="cite_ref-:0_24-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kognitionswissenschaft">Kognitionswissenschaft</h3></div>
<p>Da viele Einzelwissenschaften an der Erforschung von Bewusstsein beteiligt sind, ist eine umfassende Erkenntnis nur durch einen <a href="Interdisziplin%C3%A4r" class="mw-redirect" title="Interdisziplinär">interdisziplinären</a> Austausch möglich. Die Wissenschaftsgeschichte spiegelt dies mit dem Begriff der <a href="Kognitionswissenschaft" title="Kognitionswissenschaft">Kognitionswissenschaft</a> wider. Sie wird als Zusammenarbeit von Informatik, Linguistik, Neurowissenschaft, Philosophie und Psychologie verstanden.
</p><p>Ein besonderer Schwerpunkt aktueller kognitionswissenschaftlicher Forschung besteht dabei in der Zusammenführung von empirischen Ergebnissen der <a href="Lebenswissenschaften" class="mw-redirect" title="Lebenswissenschaften">Lebenswissenschaften</a> und den Methoden und Erkenntnissen der modernen <a href="Informatik" title="Informatik">Informatik</a>. Zwei Beispiele:
</p>
<ul><li>In <a href="Kognitive_Architektur" class="mw-redirect" title="Kognitive Architektur">kognitiven Architekturen</a> werden psychologische <a href="Theorie" title="Theorie">Theorien</a> und Ergebnisse – soweit sie formalisierbar sind – in komplexe <a href="Computermodell" title="Computermodell">Computermodelle</a> integriert, die schließlich der <a href="Prognose" title="Prognose">Prognose</a> und Erklärung menschlichen Verhaltens dienen sollen.</li>
<li>In der <a href="Neuroinformatik" title="Neuroinformatik">Neuroinformatik</a> werden seit den 1980er Jahren die Grundbausteine des <a href="Gehirn" title="Gehirn">Gehirns</a> und ihre Verschaltung analysiert und simuliert. Dabei zeigte sich, dass allein eine <a href="Massively_Parallel_Processing" title="Massively Parallel Processing">massiv parallele</a> Verschaltung simulierter <a href="Nervenzelle" title="Nervenzelle">Neuronen</a> mit jeweils geringer Funktionalität zu einem <a href="K%C3%BCnstliches_neuronales_Netz" title="Künstliches neuronales Netz">künstlichen neuronalen Netz</a> die <a href="Modellierung" class="mw-redirect" title="Modellierung">Modellierung</a> von <a href="Lernen" title="Lernen">Lernen</a> und Verarbeitung komplexer <a href="Mustererkennung" title="Mustererkennung">Muster</a> ermöglicht, sowie von <a href="Kognition" title="Kognition">kognitiven</a> Fähigkeiten wie <a href="Ged%C3%A4chtnis" title="Gedächtnis">Gedächtnis</a> oder <a href="Probleml%C3%B6sen" title="Problemlösen">Problemlösen</a>. Dabei steht die Neuroinformatik insbesondere noch vor dem Problem der Initiative – z.&nbsp;B. für einen Lernprozess.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Experimente_zum_Bewusstsein">Experimente zum Bewusstsein</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Zeitliche_Verzögerung_von_bewusstem_Erleben"><span id="Zeitliche_Verz.C3.B6gerung_von_bewusstem_Erleben"></span>Zeitliche Verzögerung von bewusstem Erleben</h4></div>
<p>Das sehr häufig zitierte <a href="Libet-Experiment" title="Libet-Experiment">Libet-Experiment</a> (1979) und weitergehende Nachfolgeexperimente zeigten, dass bewusstes Erleben eines Ereignisses zeitlich nach neuronalen Prozessen auftritt, die bekannterweise mit dem Ereignis korrelieren. Während die Konsequenzen dieser Experimente für das Konzept der <a href="Freier_Wille" title="Freier Wille">Willensfreiheit</a> noch nicht als abschließend geklärt gelten, besteht Einigkeit darüber, dass bewusstes Erleben relativ zu einem Teil der dazugehörenden neuronalen Prozesse zeitverzögert auftreten kann.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Unterschied_zwischen_bewussten_und_unbewussten_Gehirnaktivitäten"><span id="Unterschied_zwischen_bewussten_und_unbewussten_Gehirnaktivit.C3.A4ten"></span>Unterschied zwischen bewussten und unbewussten Gehirnaktivitäten</h4></div>
<p>Ein Teil von Libets Experimenten zeigte, dass der Unterschied zwischen bewussten und unbewussten Erlebnissen von der Dauer der Gehirnaktivitäten abhängen kann. Bei diesen Experimenten wurden den Versuchspersonen Reize auf die aufsteigende sensorische Bahn im <a href="Thalamus" title="Thalamus">Thalamus</a> gegeben. Die Versuchspersonen sahen zwei Lampen, die jeweils eine Sekunde lang abwechselnd leuchteten. Die Versuchspersonen sollten sagen, welche der beiden Lampen leuchtete, als der Reiz verabreicht wurde. Wenn der Reiz kürzer als eine halbe Sekunde andauerte, nahmen sie den Reiz nicht bewusst wahr.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Versuchspersonen wurden jedoch gebeten, auch wenn sie keinen Reiz bewusst wahrnahmen, zu raten, welche Lampe leuchtete, während der Reiz verabreicht wurde. Dabei zeigte sich, dass die Versuchspersonen, auch wenn sie den Reiz nicht bewusst wahrnahmen, sehr viel häufiger als nach Zufallswahrscheinlichkeit (50 Prozent) richtig rieten. Wenn der Reiz 150 bis 260 Millisekunden anhielt, rieten die Versuchspersonen in 75 Prozent der Fälle richtig.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Damit die Versuchspersonen den Reiz bewusst wahrnahmen, musste der Reiz 500 Millisekunden andauern.
</p><p>Nach Libets Time-on-Theorie beginnen alle bewussten Gedanken, Gefühle und Handlungspläne unbewusst. D.&nbsp;h. alle schnellen Handlungen, z.&nbsp;B. beim Sprechen, beim Tennis usw. werden unbewusst vollzogen.
</p><p>Die Dauer der Gehirnaktivitäten ist nicht der einzige Unterschied zwischen bewussten und unbewussten Erlebnissen. Die <a href="Visuelle_Wahrnehmung" title="Visuelle Wahrnehmung">visuelle Wahrnehmung</a> liefert über die eine Hälfte der Fasern des Sehnervs den bewussten Anteil der <a href="Fovea_centralis" title="Fovea centralis">fovealen</a> Wahrnehmung. Die andere Hälfte der Nervenfasern überträgt den Hintergrund, die <a href="Peripheres_Sehen" title="Peripheres Sehen">periphere Wahrnehmung</a>.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gleichzeitig werden – zusätzlich zu den visuellen Sinneseindrücken – auch noch Geräusche, Gerüche, Gefühle, Berührungen, innerkörperliche Eindrücke usw. (meist unbewusst) wahrgenommen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Experiment_zum_Bewusstsein_bei_Patienten_mit_schweren_Hirnverletzungen">Experiment zum Bewusstsein bei Patienten mit schweren Hirnverletzungen</h4></div>
<p>Obwohl angenommen wird, dass Patienten mit einem <a href="Apallisches_Syndrom" title="Apallisches Syndrom">apallischen Syndrom</a> kein Bewusstsein haben, liefern vereinzelte Studien gegenteilige Evidenz. Beispielsweise zeigte eine Patientin, die aus dem Koma erwachte und keinerlei Anzeichen von Bewusstsein aufwies, ähnliche Gehirnaktivitäten wie gesunde Freiwillige in <a href="Funktionelle_Magnetresonanztomographie" title="Funktionelle Magnetresonanztomographie">fMRT-Scans</a>, wenn ihr Sätze vorgesprochen wurden. Auch bei der Aufforderung der Forscher, sich vorzustellen, dass sie gerade Tennis spiele oder durch ihr Haus laufen würde, zeigten sich Gehirnaktivitäten im <a href="Motorkortex" class="mw-redirect" title="Motorkortex">Motorkortex</a>, die sich nicht von denen gesunder Freiwilliger unterschied.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In einer weiteren Studie zeigten 4 von 23 Patienten mit einem <a href="Apallisches_Syndrom" title="Apallisches Syndrom">apallischen Syndrom</a> ebenfalls sinnvoll interpretierbare Gehirnaktivitäten, als ihnen Fragen gestellt wurden.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Durch derartige Studien wird die Frage aufgeworfen, ob Kommunikation mit schwer hirngeschädigten Patienten, denen eigentlich kein Bewusstsein zugesprochen wird, nicht doch möglich ist. Indem die Patienten sich bei der Antwort „ja“ das Tennisspielen vorstellen und bei „nein“ das Herumlaufen im eigenen Haus, könnten die Forscher durch fMRT-Scans eventuell eine <a href="Verst%C3%A4ndigung" title="Verständigung">Verständigung</a> mit den Patienten ermöglicht haben.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dies würde allerdings der Annahme widersprechen, dass jene Patienten kein Bewusstsein haben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Selbstbewusstsein">Selbstbewusstsein</h2></div>
<p>Unter der Vielfalt der Bewusstseinsphänomene hat das <a href="Selbstbewusstsein" title="Selbstbewusstsein">Selbstbewusstsein</a> in den philosophischen, empirischen und religiösen Diskussionen eine herausgehobene Stellung. Dabei wird Selbstbewusstsein nicht im Sinne der Umgangssprache als positives <a href="Selbstwertgef%C3%BChl" class="mw-redirect" title="Selbstwertgefühl">Selbstwertgefühl</a> verstanden, sondern beschreibt zwei andere Phänomene. Zum einen wird hierunter das Bewusstsein seiner selbst als ein <a href="Subjekt_(Philosophie)" title="Subjekt (Philosophie)">Subjekt</a>, <a href="Individuum" title="Individuum">Individuum</a> oder <a href="Ich" title="Ich">Ich</a> (griech. und lat. <i>Ego</i>) verstanden. Zum anderen bezeichnet Selbstbewusstsein aber auch das Bewusstsein von den eigenen mentalen Zuständen. Hierfür wird auch oft der Begriff <i>Bewusstheit</i> verwendet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Selbstbewusstsein_als_Bewusstsein_vom_Selbst">Selbstbewusstsein als Bewusstsein vom Selbst</h3></div>

<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Philosophie">Philosophie</h4></div>

<p>Selbstbewusstsein im ersten Sinne ist insbesondere durch <a href="Ren%C3%A9_Descartes" title="René Descartes">René Descartes</a> ein zentrales Thema der Philosophie geworden. Descartes machte das gedankliche Selbstbewusstsein durch seinen berühmten Satz „<a href="Cogito_ergo_sum" title="Cogito ergo sum">cogito ergo sum</a>“ („ich denke, also bin ich“) zum Ausgangspunkt aller <a href="Gewissheit" title="Gewissheit">Gewissheit</a> und damit auch zum Zentrum seiner <a href="Erkenntnistheorie" title="Erkenntnistheorie">Erkenntnistheorie</a>. Descartes Konzeption blieb allerdings an seine dualistische <a href="Metaphysik" title="Metaphysik">Metaphysik</a> gebunden, die das Selbst als ein immaterielles <a href="Gegenstand" title="Gegenstand">Ding</a> postulierte. In <a href="Immanuel_Kant" title="Immanuel Kant">Immanuel Kants</a> <a href="System_des_transzendentalen_Idealismus" title="System des transzendentalen Idealismus">transzendentalem Idealismus</a> blieb die erkenntnistheoretische <a href="Priorit%C3%A4t" title="Priorität">Priorität</a> des Selbstbewusstseins bestehen, ohne dass damit Descartes Metaphysik übernommen wurde. Kant argumentierte, dass das Ich die „Bedingung, die alles <a href="Denken" title="Denken">Denken</a> begleitet“ (<a href="Kritik_der_reinen_Vernunft" title="Kritik der reinen Vernunft">KrV</a> A 398), sei, ohne dabei ein immaterielles Subjekt zu postulieren.
</p><p>In der <a href="Philosophie_der_Gegenwart" title="Philosophie der Gegenwart">Philosophie der Gegenwart</a> spielt die Frage nach dem Bewusstsein vom Selbst nicht mehr die gleiche zentrale Rolle wie bei Descartes oder Kant. Dies liegt auch daran, dass das Selbst oft als ein kulturelles <a href="Konstrukt" title="Konstrukt">Konstrukt</a> aufgefasst wird, das lediglich auf neuronaler Basis als Selbstmodell existiert, dem aber kein reales Objekt entspreche. Vielmehr lernten Menschen im Laufe der <a href="Ontogenese" title="Ontogenese">ontogenetischen</a> Entwicklung ihre Fähigkeiten, ihren <a href="Charaktertypen" title="Charaktertypen">Charakter</a> und ihre Geschichte einzuschätzen und so ein <a href="Selbstbild" title="Selbstbild">Selbstbild</a> zu entwickeln. Diese Überzeugung hat zu verschiedenen philosophischen Reaktionen geführt. Während etwa die Schriftstellerin <a href="Susan_Blackmore" title="Susan Blackmore">Susan Blackmore</a> die Aufgabe der Konzeption vom Selbst fordert, halten manche Philosophen das Selbst für eine wichtige und positiv zu bewertende Konstruktion. Prominente Beispiele sind hier <a href="Daniel_Dennett" title="Daniel Dennett">Daniel Dennetts</a> Konzeption vom Selbst als einem „Zentrum der narrativen Gravitation“ und <a href="Thomas_Metzinger" title="Thomas Metzinger">Thomas Metzingers</a> Theorie der Selbstmodelle.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Psychologie_2">Psychologie</h4></div>
<p>Der <a href="Konstruktivismus_(psychologische_Schule)" title="Konstruktivismus (psychologische Schule)">konstruktivistische</a> Blick auf das <a href="Selbst" title="Selbst">Selbst</a> hat auch wichtige Einflüsse auf die <a href="Empirie" title="Empirie">empirische</a> Forschung. Insbesondere die <a href="Entwicklungspsychologie" title="Entwicklungspsychologie">Entwicklungspsychologie</a> beschäftigt sich mit der Frage, wie und wann wir zu den Vorstellungen von einem Selbst kommen. Dabei spielt das Untersuchen äußerer Einflüsse eine große Rolle, wodurch es beispielsweise zur <a href="Dissoziative_Identit%C3%A4tsst%C3%B6rung" title="Dissoziative Identitätsstörung">dissoziativen Identitätsstörung</a> mit der Eigenwahrnehmung mehrerer Ausprägungen des Selbsts kommen kann. Den Verlauf struktureller Persönlichkeitseigenschaften untersuchte der Ansatz der <a href="Ich-Entwicklung" title="Ich-Entwicklung">Ich-Entwicklung</a>. In sequentieller Abfolge wurden hier universelle und qualitativ verschiedene Entwicklungsstufen angenommen, die im Potential einer jeden Person lägen und das Fundament ihres Selbstbildes wie ihrer Haltung zur Welt hin bildeten. Auch das Konzept des <a href="Dialogisches_Selbst" title="Dialogisches Selbst">dialogischen Selbst</a> beleuchtet Fragen zur Entstehung, Entwicklung und den Eigenschaften des Selbst. Insbesondere die <a href="Psychoanalyse" title="Psychoanalyse">Psychoanalyse</a> hat sich mit der Entwicklung eines <a href="Falsches_Selbst" title="Falsches Selbst">falschen Selbst</a> befasst.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Selbstbewusstsein_als_Bewusstsein_von_mentalen_Zuständen"><span id="Selbstbewusstsein_als_Bewusstsein_von_mentalen_Zust.C3.A4nden"></span>Selbstbewusstsein als Bewusstsein von mentalen Zuständen</h3></div>
<p>Mit „Selbstbewusstsein“ kann auch das Bewusstsein von eigenen mentalen Zuständen gemeint sein, also etwa das Bewusstsein der eigenen Gedanken oder Emotionen. In der <a href="K%C3%BCnstliche_Intelligenz" title="Künstliche Intelligenz">künstlichen Intelligenz</a> wird eine <a href="Analogie_(Rhetorik)" title="Analogie (Rhetorik)">analoge</a> Perspektive durch den Begriff der Metarepräsentationen eröffnet. Ein <a href="Roboter" title="Roboter">Roboter</a> müsse nicht nur die <a href="Information" title="Information">Information</a> repräsentieren, dass sich vor ihm etwa ein Objekt X befinde. Er sollte zudem „wissen“, dass er über diese <a href="Repr%C3%A4sentation_(Psychologie)" title="Repräsentation (Psychologie)">Repräsentation</a> verfüge. Erst dies ermögliche ihm den Abgleich der Information mit anderen, eventuell widersprechenden, Informationen. In der Philosophie ist es umstritten, ob sich das menschliche Selbstbewusstsein in ähnlicher Weise als <a href="Metakognition" title="Metakognition">Metakognition</a> begreifen lässt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bewusstsein_bei_Tieren">Bewusstsein bei Tieren</h2></div>

<p>An der Erforschung arbeiten verschiedene Disziplinen: <a href="Ethologie" title="Ethologie">Ethologie</a>, <a href="Neurowissenschaft" class="mw-redirect" title="Neurowissenschaft">Neurowissenschaft</a>, <a href="Kognitionswissenschaft" title="Kognitionswissenschaft">Kognitionswissenschaft</a>, <a href="Linguistik" class="mw-redirect" title="Linguistik">Linguistik</a>, <a href="Philosophie" title="Philosophie">Philosophie</a> und <a href="Psychologie" title="Psychologie">Psychologie</a>.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Beispielsweise können Hunde, wie alle höher entwickelten Tiere, zwar <a href="Schmerz" title="Schmerz">Schmerz</a> empfinden, aber wir wissen nicht, inwieweit sie ihn bewusst verarbeiten können, da sie eine derartige bewusste Verarbeitung nicht mitteilen können. Dazu bedarf es Gehirnstrukturen, die <a href="Sprache" title="Sprache">sprachlich</a> gefasste Vorstellungen verarbeiten können. Bei <a href="Gemeiner_Schimpanse" title="Gemeiner Schimpanse">Schimpansen</a>, die Zeichensysteme erlernen können, und <a href="Graupapageien" class="mw-redirect" title="Graupapageien">Graupapageien</a> etwa ist dies teilweise beobachtet worden.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der <a href="Gradualismus" title="Gradualismus">Gradualismus</a>, der die plausibelste Position zu sein scheint, prüft für jede <a href="Art_(Biologie)" title="Art (Biologie)">Spezies</a> von neuem, welche Bewusstseinszustände sie haben kann. Besonders schwierig gestaltet sich dies bei den Tieren, die eine von der menschlichen stark verschiedene Wahrnehmung besitzen.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Lange Zeit wurde vermutet, dass <a href="Ich" title="Ich">Ich</a>-Bewusstsein allein bei Menschen vorkomme. Inzwischen ist jedoch erwiesen, dass sich auch andere Tiere, wie etwa <a href="Schimpansen" title="Schimpansen">Schimpansen</a>, <a href="Orang-Utans" title="Orang-Utans">Orang-Utans</a>, <a href="Rhesusaffen" class="mw-redirect" title="Rhesusaffen">Rhesusaffen</a>, <a href="Hausschwein" title="Hausschwein">Schweine</a>, <a href="Elefanten" title="Elefanten">Elefanten</a>, <a href="Delfine" title="Delfine">Delfine</a> und auch diverse <a href="Rabenv%C3%B6gel" title="Rabenvögel">Rabenvögel</a> im <a href="Spiegeltest" title="Spiegeltest">Spiegel erkennen können</a>, was einer weit verbreiteten Auffassung zufolge ein mögliches Indiz für reflektierendes Bewusstsein sein könnte.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein Gradualismus in Bezug auf die Existenz von Bewusstsein steht nicht vor dem Problem, zu klären, wo im Tierreich Bewusstsein anfängt. Vielmehr geht es hier darum, die Bedingungen und Beschränkungen von Bewusstsein für jeden Einzelfall möglichst genau zu beschreiben.
</p><p>Experimente einer Forschergruppe um J. David Smith deuten möglicherweise darauf hin, dass Rhesusaffen zur <a href="Metakognition" title="Metakognition">Metakognition</a> fähig sind, also zur Reflexion über das eigene Wissen.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bewusstsein_in_den_Religionen">Bewusstsein in den Religionen</h2></div>
<p>Im Zusammenhang mit <a href="Religion" title="Religion">religiösen</a> Vorstellungen von einer <a href="Seele" title="Seele">Seele</a> und einem <a href="Leben_nach_dem_Tod" title="Leben nach dem Tod">Leben nach dem Tod</a> (→ z.&nbsp;B. <a href="Judentum" title="Judentum">Judentum</a>, <a href="Christentum" title="Christentum">Christentum</a> und <a href="Islam" title="Islam">Islam</a>) spielen die Begriffe <a href="Geist" title="Geist">Geist</a> (Gottes) und Seele eine wesentliche Rolle für das Verständnis von Bewusstsein. Demnach könne menschliches Bewusstsein nicht – wie von den <a href="Wissenschaft" title="Wissenschaft">Wissenschaften</a> versucht – allein als Produkt der <a href="Natur" title="Natur">Natur</a> oder <a href="Evolution" title="Evolution">Evolution</a>, sondern ausschließlich im Zusammenhang mit einer transpersonalen oder <a href="Transzendenz" title="Transzendenz">transzendenten</a> Geistigkeit verstanden und erklärt werden. Diese göttliche Geistigkeit sei es, welche – wie alles natürlich Belebte – auch das Bewusstsein „lebendig mache“ bzw. „beseele“, d.&nbsp;h. zur menschlichen <a href="Ich" title="Ich">Ich</a>-Wahrnehmung befähige.
</p><p>Generell wollten alle <a href="Mystik" title="Mystik">mystisch</a>-esoterischen Richtungen in den Religionen (z.&nbsp;B. <a href="Gnostizismus" class="mw-redirect" title="Gnostizismus">Gnostizismus</a>, <a href="Kabbala" title="Kabbala">Kabbala</a>, <a href="Sufismus" title="Sufismus">Sufismus</a> u.&nbsp;a.) eine Bewusstseinsveränderung des Menschen bewirken. Tatsächlich zeigen <a href="Neurotheologie" title="Neurotheologie">neurotheologische</a> Forschungen mit bildgebenden Verfahren, dass durch langjährige Ausübung von <a href="Meditation" title="Meditation">Meditation</a>, wie zum Beispiel im <a href="Zen" title="Zen">Zen-Buddhismus</a> üblich, ungewöhnliche neuronale Aktivitätsmuster und sogar neuroanatomische Veränderungen entstehen können.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Abrahamitische_Religionen">Abrahamitische Religionen</h3></div>
<p>Im <a href="Tanach" title="Tanach">Tanach</a> heißt es, die „rûah“ (hebräisches Wort für Geist, oder synonym auch im Zusammenhang mit „næfæsch“, Seele, gebraucht) haucht dem Geschöpf Leben ein. Sie ist es, welche die Lebensfunktionen geistiger, willensmäßiger und religiöser Art ausübt. Auch im <a href="Neues_Testament" title="Neues Testament">Neuen Testament</a> wird erklärt, dass der Leib erst durch den Geist Gottes zum eigentlichen Leben kommt. Es heißt z.&nbsp;B.: „Der Geist (Gottes) ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts“ (<a href="Evangelium_nach_Johannes" title="Evangelium nach Johannes"><span style="white-space:nowrap;">Joh</span></a> 6,63&nbsp;). Bei <a href="Paulus_von_Tarsus" title="Paulus von Tarsus">Paulus</a> war die Unterscheidung zwischen dem Reich des Geistes (vgl. ewiges Ich) und dem Reich des Fleisches (sterbliche Natur) zentral. Sinngleiches findet sich auch im <a href="Koran" title="Koran">Koran</a>, wo es z.&nbsp;B. heißt, dass Gott <a href="Adam_im_Islam" title="Adam im Islam">Adam</a> von seinem Geist (vgl. arabisches Wort <i>rūh</i> <bdo dir="ltr"><bdi dir="rtl" lang="ar" class="arabic spanAr" style="unicode-bidi:isolate;font-size:120%;">روح</bdi></bdo> / <i><span lang="ar-Latn" style="font-style:italic">rūḥ</span></i>) einblies und ihn auf diese Weise lebendig machte (<a href="Sure_15" class="mw-redirect" title="Sure 15">Sure 15</a>:29; 32:9; 38:72). Im Lehrsystem des basrischen <a href="Mu%CA%BFtazila" title="Muʿtazila">Muʿtaziliten</a> an-Nazzām (st. 835–845) wird der Geist als Gestalt bzw. Wesen dargestellt, die sich wie ein Gas mit dem Leib vermischt und ihn bis in die Fingerspitzen durchdringt, sich beim Tode aber wieder aus dieser Verbindung löst und selbständig (vgl. „ewiges Ich“) weiterexistiert.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Christentum werden die Begriffe Seele und Geist (auch „<a href="Heiliger_Geist" title="Heiliger Geist">Heiliger Geist</a>“) scharf vom Geist des Menschen unterschieden. Dies ergibt sich auch daraus, dass erstere Begriffe in ihrer Bedeutung näher an der Metaphysik klassischer christlicher <a href="Fundamentaltheologie" title="Fundamentaltheologie">Fundamentaltheologie</a> und Philosophie sind: Sie legen nämlich die Existenz eines nichtmateriellen Trägers von Bewusstseinszuständen nahe. Dennoch spielt der Begriff des Bewusstseins auch in modernen christlichen Debatten eine Rolle. Dies geschieht etwa im Kontext von Gottesbeweisen. So wird argumentiert, dass die Interaktion zwischen immateriellen Bewusstseinszuständen und dem materiellen Körper nur durch <a href="Gott" title="Gott">Gott</a> erklärbar sei oder dass die interne Struktur und Ordnung des Bewusstseins im Sinne des <a href="Gottesbeweis#Der_teleologische_Gottesbeweis" title="Gottesbeweis">teleologischen Gottesbeweises</a> auf die Existenz Gottes schließen lasse.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hinduismus_und_Buddhismus">Hinduismus und Buddhismus</h3></div>
<p>Verschiedene <a href="Buddhismus" title="Buddhismus">buddhistische</a> Traditionen und hinduistische <a href="Yoga" title="Yoga">Yoga</a>-Schulen haben gemeinsam, dass hier die direkte und ganzheitliche Erfahrung des Bewusstseins im Mittelpunkt steht. Mit Hilfe der <a href="Meditation" title="Meditation">Meditation</a> oder anderer Übungstechniken würden bestimmte <a href="Bewusstseinszustand" title="Bewusstseinszustand">Bewusstseinszustände</a> erfahren, indem personale und soziale Identifikationen abgebaut würden. Eine besondere Unterscheidung wird hier zur Bewusstheit getroffen, die ein volles Gewahrsein (<i>awareness</i>) des momentanen Denkens und Fühlens bedeute. Sie solle erreicht werden durch die Übung der <a href="Achtsamkeit_(mindfulness)" class="mw-redirect" title="Achtsamkeit (mindfulness)">Achtsamkeit</a>. Einsichten in die Natur des Bewusstseins sollen so über eine eigene Erfahrung gewonnen werden, die über einen rein reflektierten und beschreibenden Zugang hinausgehe. Das Konzept der Trennung von Körper und Geist oder Gehirn und Bewusstsein werde als eine Konstruktion des Denkens erfahren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>

<ul><li><a href="Propriozeption" title="Propriozeption">Propriozeption</a></li>
<li><a href="Neuroethik" title="Neuroethik">Neuroethik</a></li>
<li><a href="Split_Brain" title="Split Brain">Split Brain</a></li>
<li><a href="Politisches_Bewusstsein" title="Politisches Bewusstsein">Politisches Bewusstsein</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<p><b>Einführungstexte zum Rätsel des Bewusstseins</b>
</p>
<ul><li><a href="Peter_Bieri" title="Peter Bieri">Peter Bieri</a>: <i>Was macht das Bewusstsein zu einem Rätsel?</i> <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.denkabende.de/kognition/bieri.rtf">(rtf-Datei; 56&nbsp;kB)</a> auch in: <i><a href="Spektrum_der_Wissenschaft" title="Spektrum der Wissenschaft">Spektrum der Wissenschaft</a>.</i> 10, 1992, S. 48–56 und in <a href="Wolf_Singer" title="Wolf Singer">Wolf Singer</a> (Hrsg.) <i>Gehirn und Bewusstsein.</i> Spektrum, Heidelberg 1994, S. 172–180.</li>
<li><a href="Colin_McGinn" title="Colin McGinn">Colin McGinn</a>: <i>Wie kommt der Geist in die Materie? Das Rätsel des Bewusstseins.</i> Piper, München 2003, ISBN 3-492-23653-7.</li>
<li>Colin McGinn: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.primusverlag.de/titel.php?artikel_id=116549990408">Das geistige Auge. Von der Macht der Vorstellungskraft.</a></i> Primus, Darmstadt 2007.</li>
<li><a href="Thomas_Nagel_(Philosoph)" title="Thomas Nagel (Philosoph)">Thomas Nagel</a>: <i>Wie ist es, eine Fledermaus zu sein?</i> In: <a href="Peter_Bieri" title="Peter Bieri">Peter Bieri</a> (Hrsg.): <i><a href="Analytische_Philosophie" title="Analytische Philosophie">Analytische Philosophie</a> des Geistes.</i> 3. Auflage. Beltz, Weinheim 1997, ISBN 3-89547-117-8, (4., neu ausgest. Aufl. 2007, ISBN 978-3-407-32081-0)</li></ul>
<p><b>Systematische philosophische Literatur</b>
</p>
<ul><li><a href="Ansgar_Beckermann" title="Ansgar Beckermann">Ansgar Beckermann</a>: <i>Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes.</i> 2. Auflage. De Gruyter, Berlin 2001, ISBN 3-11-017065-5.</li>
<li><a href="David_Chalmers" title="David Chalmers">David Chalmers</a>: <i>The conscious mind. In search of a fundamental theory.</i> Oxford University Press, Oxford 1998, ISBN 0-19-511789-1.</li>
<li>Edwin Egeter: <i>Phänomenale Adäquatheit und Irreduzibilität des Bewusstseins. Eine Revision des Qualia-Begriffs.</i> mentis/brill, Paderborn 2020, ISBN 978-3-95743-194-3.</li>
<li><a href="Karen_Gloy" title="Karen Gloy">Karen Gloy</a>: <i>Bewusstseinstheorien, Problematik und Problemgeschichte des Bewusstseins und Selbstbewusstseins</i>, Freiburg, München 3. Aufl. 2004, ISBN 3-495-48117-6.</li>
<li>Karen Gloy (Hg.): <i>Kollektives und Individualbewusstsein</i>, Würzburg 2008, ISBN 978-3-8260-3813-6.</li>
<li>Karen Gloy: <i>Kollektives und individuelles Bewusstsein.</i> München 2009, ISBN 978-3-7705-4868-2.</li>
<li>Charles Hampden-Turner: <i>Modelle des Menschen. Ein Handbuch des menschlichen Bewusstseins.</i> 3. Auflage, Beltz, Weinheim/Basel 1998.</li>
<li><a href="Dirk_Hartmann" title="Dirk Hartmann">Dirk Hartmann</a>: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.uni-due.de/~bg0057/Dokumente/PhilGrundlagenPsych.pdf">Philosophische Grundlagen der Psychologie.</a></i> (PDF; 17,1&nbsp;MB) Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1998</li>
<li><a href="Thomas_Metzinger" title="Thomas Metzinger">Thomas Metzinger</a>: <i>Being No One. The Self-Model Theory of Subjectivity.</i> MIT-Press, Cambridge, MA 2003, ISBN 0-262-63308-6.</li>
<li>Thomas Metzinger (Hrsg.): <i>Bewusstsein. Beiträge aus der Gegenwartsphilosophie.</i> 5. erw. Auflage. Mentis, Paderborn 2005, ISBN 3-89785-600-X.</li>
<li><a href="Erich_Neumann_(Psychologe)" class="mw-redirect" title="Erich Neumann (Psychologe)">Erich Neumann</a>: <i>Ursprungsgeschichte des Bewusstseins</i>. Rascher, Zürich 1949.</li></ul>
<p><b>(Populär-)Wissenschaftliche Literatur</b>
</p>
<ul><li><a href="Susan_Blackmore" title="Susan Blackmore">Susan Blackmore</a>: <i>Gespräche über Bewußtsein</i>. Suhrkamp Taschenbuch 2012, ISBN 978-3-518-29623-3.</li>
<li><a href="Ant%C3%B3nio_Dam%C3%A1sio" class="mw-redirect" title="António Damásio">António Damásio</a>: <i>Der Spinoza-Effekt. Wie Gefühle unser Leben bestimmen.</i> List, Berlin 2005, ISBN 3-548-60494-3.</li>
<li><a href="Daniel_Dennett" title="Daniel Dennett">Daniel C. Dennett</a>: <i>Spielarten des Geistes.</i> Goldmann 2001, ISBN 3-442-15111-2.</li>
<li>Dick Swaab: <i>Wir sind unser Gehirn – Wie wir denken, leiden und lieben</i>. Droemer Knaur, München 2013, ISBN 978-3-426-78513-3.</li>
<li><a href="Dietrich_D%C3%B6rner" title="Dietrich Dörner">Dietrich Dörner</a>: <i>Bauplan für eine Seele.</i> Rowohlt, Reinbek 2001, ISBN 3-499-61193-7.</li>
<li><a href="Gerald_M._Edelman" title="Gerald M. Edelman">Gerald M. Edelman</a>, Giulio Tononi: <i>Gehirn und Geist. Wie aus Materie Bewusstsein entsteht.</i> Beck, München 2002, ISBN 3-406-48836-6.</li>
<li>Gerald M. Edelman: <i>Das Licht des Geistes.</i> Wie Bewusstsein entsteht. Rowohlt, Reinbek 2007, ISBN 978-3-499-62113-0.</li>
<li><a href="David_R._Hawkins" title="David R. Hawkins">David R. Hawkins</a>, <i>Die Ebenen des Bewusstseins.</i> VAK, Kirchzarten 2006, ISBN 3-932098-02-1.</li>
<li><a href="Julian_Jaynes" title="Julian Jaynes">Julian Jaynes</a>: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.julianjaynes.org/origin-of-consciousness_german_introduction.php">Der Ursprung des Bewußtseins durch den Zusammenbruch der bikameralen Psyche.</a></i> Rowohlt, Reinbek 1988, ISBN 3-498-03320-4 (TB 1993 rororo <i>Sachbuch 9529</i> ISBN 978-3-499-19529-7; nicht seitenkonkordanter Scan des Gesamttextes <a rel="nofollow" class="external text" href="http://gedankenfrei.files.wordpress.com/2009/02/julian_jaynes_zdsgfzuweqwer.pdf"><i>hier</i></a> (PDF; 2,4&nbsp;MB) – Engl. Originalausgabe 1976, seit 1990 mit ausführl. Nachwort, seit 2000 auch als <i>A Mariner Book</i> ISBN 978-0-618-05707-8).</li>
<li><a href="Michio_Kaku" title="Michio Kaku">Michio Kaku</a>: <i>Die Physik des Bewusstseins – Über die Zukunft des Geistes</i>, Rowohlt, Reinbek 2014, ISBN 978-3-498-03569-3</li>
<li><a href="Christof_Koch" title="Christof Koch">Christof Koch</a>: <i>Bewusstsein – ein neurobiologisches Rätsel</i>. Spektrum Akademischer Verlag, 2005, ISBN 3-8274-1578-0.</li>
<li>Christof Koch: <i>Bewusstsein – Bekenntnisse eines Hirnforschers</i>. Springer Spektrum, 2013, ISBN 978-3-642-34770-2.</li>
<li>Heiko Luhmann: <i>Hirnpotentiale. Die neuronalen Grundlagen von Bewusstsein und freiem Willen.</i> Springer, Berlin/Heidelberg, 2020, ISBN 978-3-662-60578-3 (E-Book).</li>
<li><a href="Benjamin_Libet" title="Benjamin Libet">Benjamin Libet</a>: <i>Mind Time. Wie das Gehirn Bewusstsein produziert.</i> Suhrkamp, Frankfurt 2005, ISBN 3-518-58427-8 und 2007 als TB <i>stw 1834</i> ISBN 978-3-518-29434-5.</li>
<li><a href="Alva_No%C3%AB" title="Alva Noë">Alva Noë</a>: <i>Du bist nicht Dein Gehirn. Eine radikale Philosophie des Bewusstseins.</i> Piper Verlag, München 2010, ISBN 978-3-492-05349-5.</li>
<li>Robert Ornstein: <i>Die Psychologie des Bewußtseins.</i> S. Fischer, Frankfurt am Main (Übersetzung von <i>The Psychology of Consciousness</i> Harcourt Brace, 1972).</li>
<li><a href="Steven_Pinker" title="Steven Pinker">Steven Pinker</a>: <i>Wie das Denken im Kopf entsteht.</i> <a href="B%C3%BCchergilde_Gutenberg" title="Büchergilde Gutenberg">Büchergilde Gutenberg</a>, Frankfurt 1999, ISBN 3-463-40341-2.</li>
<li><a href="Karl_Popper" title="Karl Popper">Karl Popper</a>, <a href="John_Carew_Eccles" title="John Carew Eccles">John C. Eccles</a>: <i>Das Ich und sein Gehirn.</i> Piper, 2008, ISBN 978-3-492-21096-6.</li>
<li><a href="Gerhard_Roth_(Biologe)" title="Gerhard Roth (Biologe)">Gerhard Roth</a>: <i>Das Gehirn und seine Wirklichkeit.</i> Kognitive Neurobiologie und ihre philosophischen <a href="Konsequenz" title="Konsequenz">Konsequenzen</a>. Suhrkamp, Frankfurt 1994, 5. überarb. Aufl. 1996, seit 1997 a. als text- und seitenident.TB-Ausg. <i>stw 1275</i> ISBN 978-3-518-28875-7.</li>
<li>Gerhard Roth. <i>Über den Menschen</i>. Suhrkamp Verlag, Berlin 2021 AD. ISBN 978-3-518-58766-9.</li>
<li><a href="Volker_Schurig_(Psychologe)" title="Volker Schurig (Psychologe)">Volker Schurig</a>: <i>Die Entstehung des Bewusstseins.</i> Campus, Frankfurt am Main/New York 1976, ISBN 3-593-32522-5.</li>
<li><a href="Reinhard_Werth" title="Reinhard Werth">Reinhard Werth</a>: <i>Die Natur des Bewusstseins</i> – Wie Wahrnehmung und der freie Wille im Gehirn entstehen. C.H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60594-9.</li></ul>
<p><b>Bewusstsein bei Tieren</b>
</p>
<ul><li><a href="Dominik_Perler" title="Dominik Perler">Dominik Perler</a>, Markus Wild (Hrsg.): <i>Der Geist der Tiere.</i> Philosophische Texte zu einer aktuellen Diskussion. Suhrkamp, Frankfurt 2005 <i>(stw 1741)</i>, ISBN 978-3-518-29341-6.</li></ul>
<p><b>Fachpublikation</b>
</p>
<ul><li><a href="Journal_of_Consciousness_Studies" title="Journal of Consciousness Studies">Journal of Consciousness Studies</a></li></ul>
<p><b>Online-Zeitschriften</b>
</p>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.theassc.org/psyche_archive_only"><i>Psyche – an interdisciplinary journal of research on consciousness</i></a> (engl. Online-Journal, 1994–2010, Archiv)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.jp.philo.at/"><i>e-Journal Philosophie der Psychologie</i></a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Bewusstsein" class="extiw external" title="q:Bewusstsein">Wikiquote: Bewusstsein</a></b>&nbsp;– Zitate </div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Bewusstsein" class="extiw external" title="wikt:Bewusstsein">Wiktionary: Bewusstsein</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<p><b>Allgemein</b>
</p>
<ul><li><a href="Ansgar_Beckermann" title="Ansgar Beckermann">Ansgar Beckermann</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.uni-bielefeld.de/philosophie/personen/beckermann/xbiblio.html"><i>Was macht Bewußtsein für Philosophen zum Problem?</i></a> In: <i>Logos.</i> 4 (1997), S. 1–19. (Ein Einführungsartikel)</li>
<li><a href="Peter_Bieri" title="Peter Bieri">Peter Bieri</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.denkabende.de/kognition/bieri.rtf"><i>Was macht Bewußtsein zu einem Rätsel?</i> (rtf-Datei; 56&nbsp;kB)</a> In: W. Singer (Hrsg.): <i>Gehirn und Bewusstsein.</i> Spektrum, Heidelberg 1994, S. 172–180.</li>
<li><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20090721160510/http://www.polimetrica.eu/site/?cat=4">Consciousness</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 21. Juli 2009 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), verschiedene Begriffsbestimmungen aus: Polimetrica Onlus (Hrsg.): <i>The Language of Science</i>. <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%221971-1352%22&amp;key=cql">1971-1352</a></span></span></li>
<li>Robert Van Gulick:&nbsp;<a rel="nofollow" class="external text" href="https://plato.stanford.edu/entries/consciousness/"><i>Consciousness.</i></a> In: Edward N. Zalta (Hrsg.): <i><a href="Stanford_Encyclopedia_of_Philosophy" title="Stanford Encyclopedia of Philosophy">Stanford Encyclopedia of Philosophy</a></i>.</li>
<li>Colin Allen, Michael Trestman:&nbsp;<a rel="nofollow" class="external text" href="https://plato.stanford.edu/entries/consciousness-animal/"><i>Animal Consciousness.</i></a> In: Edward N. Zalta (Hrsg.): <i><a href="Stanford_Encyclopedia_of_Philosophy" title="Stanford Encyclopedia of Philosophy">Stanford Encyclopedia of Philosophy</a></i>.</li>
<li>Rocco J. Gennaro:&nbsp;<a rel="nofollow" class="external text" href="https://iep.utm.edu/consciou/"><i>Consciousness.</i></a> In: James Fieser,&nbsp;Bradley Dowden (Hrsg.): <i><a href="Internet_Encyclopedia_of_Philosophy" title="Internet Encyclopedia of Philosophy">Internet Encyclopedia of Philosophy</a></i>.</li>
<li>Josh Weisberg:&nbsp;<a rel="nofollow" class="external text" href="https://iep.utm.edu/hard-con/"><i>The Hard Problem of Consciousness.</i></a> In: James Fieser,&nbsp;Bradley Dowden (Hrsg.): <i><a href="Internet_Encyclopedia_of_Philosophy" title="Internet Encyclopedia of Philosophy">Internet Encyclopedia of Philosophy</a></i>.</li>
<li>Francis Fallon:&nbsp;<a rel="nofollow" class="external text" href="https://iep.utm.edu/int-info/"><i>Integrated Information Theory of Consciousness.</i></a> In: James Fieser,&nbsp;Bradley Dowden (Hrsg.): <i><a href="Internet_Encyclopedia_of_Philosophy" title="Internet Encyclopedia of Philosophy">Internet Encyclopedia of Philosophy</a></i>.</li>
<li><a href="Thomas_Metzinger" title="Thomas Metzinger">Thomas Metzinger</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20110721064518/http://www.philosophie.uni-mainz.de/metzinger/publikationen/Bewusstsein_2008_prefinal.pdf"><i>Bewusstsein.</i></a> (PDF; 104&nbsp;kB), In: <a href="Hans_J%C3%B6rg_Sandk%C3%BChler" title="Hans Jörg Sandkühler">Hans Jörg Sandkühler</a>: <i>Enzyklopädie der Philosophie.</i> überarbeitete Fassung. Meiner, Hamburg 2009.</li>
<li>Bernard J Baars:&nbsp;<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.scholarpedia.org/article/Consciousness"><i>Consciousness</i></a>. In: <i><a href="Scholarpedia" title="Scholarpedia">Scholarpedia</a>.</i> (englisch, inkl. Literaturangaben)</li>
<li><a href="Spektrum.de" title="Spektrum.de">Spektrum</a>.de: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spektrum.de/news/was-ist-bewusstsein/1681458">Was ist Bewusstsein?</a></i> 2. November 2019</li></ul>
<ul><li>Hedda Hassel Mørch: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.faz.net/aktuell/wissen/geist-soziales/eine-loesung-fuer-das-harte-problem-des-bewusstseins-15397757.html">Rätselhaftes Bewusstsein&nbsp;: Wie kommt der Geist in die Natur? Eine Lösung für das harte Problem des Bewusstseins</a></i> in: FAZ 24. Januar 2018</li></ul>
<p><b>Literaturzusammenstellungen</b>
</p>
<ul><li><a href="David_Chalmers" title="David Chalmers">David Chalmers</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://consc.net/chalmers/">Homepage mit umfangreichen Bibliographien und Linklisten</a> (Online-Standardreferenz zum Thema)</li>
<li>David Chalmers: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://consc.net/mindpapers/"><i>Mindpapers</i></a> (Bibliographie zu Themen der <a href="Philosophie_des_Geistes" title="Philosophie des Geistes">Philosophie des Geistes</a>, der <a href="Kognitionswissenschaft" title="Kognitionswissenschaft">Kognitionswissenschaften</a> und der Bewusstseinstheorie mit mehr als 18.000 Titeln)</li>
<li>Thomas Metzinger: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20030612105818/http://www.philosophie.uni-mainz.de/metzinger/publikationen/ConsciousnessBib.pdf">Bibliographie</a> (<a href="Portable_Document_Format" title="Portable Document Format">PDF</a>; 1,1&nbsp;MB)</li></ul>
<p><b>Spezielleres</b>
</p>
<ul><li><a href="Gerhard_Roth_(Biologe)" title="Gerhard Roth (Biologe)">Gerhard Roth</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.lptw.de/archiv/dozent.php?id=4549"><i>Wie das Gehirn die Seele macht</i></a> (PDF; 468&nbsp;kB)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dasgehirn.info/denken/bewusstsein/was-ist-bewusstsein-477/">dasGehirn.info – Was ist Bewusstsein</a> (Neurowissenschaftliches Informationsportal)</li>
<li><a href="https://de.wikibooks.org/wiki/en:Consciousness_studies" class="extiw external" title="b:en:Consciousness studies">Wikibooks: Consciousness Studies</a> (englisch)</li>
<li><a href="Anil_K._Seth" title="Anil K. Seth">Anil K. Seth</a>:&nbsp;<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.scholarpedia.org/article/Models_of_Consciousness"><i>Models of Consciousness</i></a>. In: <i><a href="Scholarpedia" title="Scholarpedia">Scholarpedia</a>.</i> (englisch, inkl. Literaturangaben)</li>
<li>Tim Bayne:&nbsp;<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.scholarpedia.org/article/Unity_of_consciousness"><i>Unity of Consciousness</i></a>. In: <i><a href="Scholarpedia" title="Scholarpedia">Scholarpedia</a>.</i> (englisch, inkl. Literaturangaben)</li>
<li>Johannes Kleiner &amp; Robin Lorenz: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spektrum.de/news/hat-kuenstliche-intelligenz-wie-chatgpt-ein-bewusstsein/2193018"><i>Ab wann kann man KI wie Chat-GPT ein Bewusstsein zusprechen?</i></a> in <a href="Spektrum.de" title="Spektrum.de">Spektrum.de</a> vom 25. Oktober 2023</li></ul>
<p><b>Multimedialinks</b>
</p>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://braincast1.blogspot.com/2006/03/braincast-26-bewusstsein.html">Braincast: über das Bewusstsein</a> (MP3)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://scilogs.spektrum.de/braincast/">Link zur Braincast-Website</a></li></ul>
<p><b>Videos</b>
</p>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20070929174828/http://timms.uni-tuebingen.de/List/List01.aspx?subject=Bewu%c3%9ftsein">Videos einer Vorlesung aus der Universität Tübingen über das Bewusstsein</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 29. September 2007 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
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<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Christian_Wolff_(Aufkl%C3%A4rer)" title="Christian Wolff (Aufklärer)">Christian Wolff</a>, <i>Vernünftige Gedanken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen, auch allen Dingen überhaupt, den Liebhabern der Wahrheit mitgetheilet</i>, 1719, Teil I, Kap. 2, Abschnitt 195.</span>
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<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Andreas Kemmerling: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.uni-heidelberg.de/md/philsem/personal/v_49_descartesueberbewusstsein.pdf"><i>Descartes über Bewußtsein.</i></a> In: <i>Studio Philosophica 55/96.</i> Uni Heidelberg, 1996,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 25.&nbsp;Mai 2022</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ABewusstsein&amp;rft.title=Descartes+%C3%BCber+Bewu%C3%9Ftsein&amp;rft.description=Descartes+%C3%BCber+Bewu%C3%9Ftsein&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.uni-heidelberg.de%2Fmd%2Fphilsem%2Fpersonal%2Fv_49_descartesueberbewusstsein.pdf&amp;rft.creator=Andreas+Kemmerling&amp;rft.publisher=Uni+Heidelberg&amp;rft.date=1996&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-PMID12563280-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-PMID12563280_14-0">↑</a></span> <span class="reference-text">L. C. Robertson: <i>Binding, spatial attention and perceptual awareness.</i> In: <i>Nature reviews. Neuroscience.</i> Band 4, Nummer 2, Februar 2003, S.&nbsp;93–102, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1038/nrn1030">10.1038/nrn1030</a></span>, <a class="external mw-magiclink-pmid" rel="nofollow" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12563280?dopt=Abstract">PMID 12563280</a>, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3373472/">PMC&nbsp;3373472</a> (freier Volltext) (Review).</span>
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